Melasma (Pigmentierungen)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Pigmentierungen an der Haut können kosmetisch stören, insbesondere, wenn sie im Gesicht auftreten. Das Melasma ist eine häufig bei Frauen vorkommende Pigmentstörung, die besonders durch hormonelle Veränderungen hervorgerufen wird. Wir erklären Ihnen, was die Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Melasma

Definition

Das Melasma ist eine Pigmentstörung der Haut, die mit einer vermehrten Braunfärbung der Haut einhergeht und sich insbesondere im Gesicht ausbildet. Gerade bei Frauen entsteht die sogenannte Hyperpigmentierung, also vermehrte Pigmentbildung, in Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, z.B. durch eine Schwangerschaft. Ein weiterer Einflussfaktor ist das UV-Licht, das die Melanozyten (pigmentbildente Zellen) stimuliert noch mehr Melanin zu bilden. Zum Verständnis: Das Pigment Melanin bestimmt die Augen-, Haar- und Hautfarbe eines Menschen. Bestimmte innere und äußere Faktoren, wie zum Beispiel Sonnenstrahlungen, Genetik, hormonelle Veränderungen, Entzündungen und das Alter können die Melaninproduktion beeinflussen. Bei einer Hyperpigmentierung liegt die gesteigerte Produktion des Pigments Melanin den Melanozyten zugrunde, wodurch dunkle Flecken und eine Tönung der Haut auftreten. Das Gesicht weist im Allgemeinen die höchste Melanozytendichte auf, daher äußern sich hier die Pigmentierungen am häufigsten.

Symptome

Hyperpigmentierungen verursachen, bis auf das äußere Erscheinungsbild, keine weiteren Symptome. Die vermehrt pigmentierten Areale sind in der Regel scharf, aber unregelmäßig bzw. asymmetrisch begrenzt. Viele Betroffene empfinden die Pigmentierungen als störend. Im zeitlichen Verlauf von mehreren Jahren kann sich das Melasma etwas zurückbilden. Aber auch eine intensivierte weitere Pigmentierung ist möglich.

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Diagnose

Der Hautarzt kann auf den ersten Blick ein Melasma erkennen. Mit Hilfe eines Dermatoskops (Auflichtmikroskop) kann die Diagnose bestätigt werden. In der Regel sind keine weiteren Untersuchungen notwendig.

Therapie

Die Therapie des Melasmas stellt eine Herausforderung dar. Grundsätzlich stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in ärztlichen Praxen kombiniert werden können. So können z.B. Cremes verwendet werden, die die Haut bleichen. Auch ein chemisches Peeling mit Glykolsäure oder eine Lasertherapie sind möglich. Es gibt zudem Therapieoptionen, die off-label (außerhalb der Zulassung) in Studien zu guten Ergebnissen geführt haben. Hierzu empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch mit dem Hautarzt vor Ort.

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Autor: Dr. med. Alice Martin

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