Allergisches Kontaktekzem

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das allergische Kontaktekzem ist eines der häufigsten dermatologischen Berufserkrankungen und entsteht durch eine allergische Reaktion auf bestimme Allergene. Aus diesem Grund ist die Befragung nach der beruflichen Tätigkeit entscheidend für die Identifizierung der Ursache. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Allergisches Kontaktekzem

Definition

Das allergische Kontaktekzem (auch Kontaktallergie genannt) ist eine juckende, allergische Reaktion der Haut, die mit einer Entzündungsreaktion einhergeht.
Der Begriff „Ekzem“ bedeutet so viel wie Juckflechte und kommt aus dem griechischen „ekzema“ = herausbrodeln, aufwallen. Es liegt eine Entzündungsreaktion der Haut vor, die aber keinen infektiösen Ursprung hat. Beim allergischen Kontaktekzem reagiert die Haut demzufolge allergisch (mit juckender, geschwollener Haut) an der Stelle, wo Kontakt mit dem allergischen Auslöser (auch Allergen genannt), hatten.

Ursache

Bei der Kontaktallergie liegt eine Überempfindlichkeit der Haut auf bestimmte Stoffe vor. Das Immunsystem, führt zu geröteten, nässenden, juckenden und auch geschwollenen Hautveränderungen. Es können Bläschen und Schuppen entstehen. Die Überempfindlichkeit der Haut entsteht nicht direkt beim ersten Kontakt mit dem Allergen, sondern bei mehrfachen Kontakten im Verlauf. Der Körper wird immunologisch sensibilisiert, sodass er schließlich in übertriebener Form reagiert. Die Reaktion der Haut begrenzt sich hierbei nur auf die Stellen, wo die Haut Kontakt mit dem Allergen hatte.

Ca. 15% der weltweiten Bevölkerung haben in ihrem Leben bereits einmal Erfahrung mit einer solchen Allergie gemacht. Darunter sind die häufigsten Allergene Nickel, Duftstoffe in Kerzen, Reinigungsmittel, Pflegeprodukte, Konservierungsstoffe, sowie Pflanzen und auch pflanzliche Produkte. Die Datenbank der Kontaktallergie umfasst mittlerweile mehr als 3.000 unterschiedliche Substanzen und wird jährlich erweitert.

Was sind Risikofaktoren?
Gewisse Berufsgruppen wie zum Beispiel Bäcker, Friseure, Maler, Maschinen- oder auch Reinigungspersonal haben nahezu täglich Kontakt zu bestimmten Allergenen, auf die sie plötzliche allergisch reagieren können.

Symptome

Wie bereits oben beschrieben, entsteht ein Ekzem, also eine Entzündungsreaktion der Haut. Diese verläuft in verschiedenen Stadien und führt zu einer Rötung, Bläschenbildung, zu einem Nässen und einer Schuppung der Haut. Das Ekzem kann jucken und auch schmerzen.

Die Reaktion tritt dort auf, wo Kontakt zum Allergen bestand. Bei bspw. einer Allergie gegen Reinigungsmittel, wäre eine Rötung mit Bläschen und schuppiger Haut an den Händen zu erwarten. Ist die Rötung im Gesicht, kommen eher Pflegeprodukte für das Gesicht in Verdacht.

Je nach Dauer und Intensität des Kontakts mit dem Allergen, reagiert die Haut unterschiedlich stark. Daraus resultieren dementsprechend verschiedene Therapien und Behandlungsmöglichkeiten. Der Mediziner unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Kontaktdermatitis. Die akute Kontaktdermatitis äußert sich in Form von einer ausgeprägten Rötung auf der Haut, die häufig mit nässenden Bläschen einhergeht und eine deutliche Begrenzung der betroffenen Stelle aufweist. Die Reizung führt zu verstärktem Juckreiz und Aufkratzen der Haut, was diese natürlich nachhaltig schwer schädigen kann. Bei der chronischen Kontaktdermatitis ist der Verlauf eher schleichender. Der Betroffene ist dem Allergen in geringerer Konzentration, dafür aber über einem längeren Zeitraum, ausgesetzt. Dadurch entsteht zunächst der Juckreiz mit einer leicht nässenden Rötung, die im späteren Verlauf zu einer Hautschuppung übergehen kann. Sowohl die akute, als auch chronische.

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Diagnose

Besteht der Verdacht eines allergischen Kontaktekzems, so sollten Sie zunächst einen Hautarzt aufsuchen. In einem ausführlichen Gespräch erörtern Sie gemeinsam, was der Grund ihrer Hautrötung sein könnte. Durch Vermeidung möglicher Auslöser kann bereits getestet werden, ob sich die Haut bessert. War die Behandlung erfolgreich, wird zur Abklärung des Allergens ein Allergietest (Epikutantest) durchgeführt. Hierbei werden verschiedene Pflaster mit Testsubstanzen auf den Rücken oder am Oberarm angebracht. Nach 48 Stunden zeigen sich erste Reaktionen, wenn eine Allergie gegen ein Allergen vorliegt.

Therapie

Die bedeutendste Komponente in der Behandlung der allergischen Kontaktdermatitis ist die Vermeidung des Allergens. Des Weiteren kann die betroffene Hautstelle äußerlich mit Salben oder Cremes behandelt werden. Die darin enthaltenen Wirkstoffe sind zumeist Glukokortikoide oder Antihistaminika. Beide Stoffe führen zum Abklingen des Juckreizes und beschleunigen den Heilungsprozess. Darüber hinaus können Patienten die betroffene Stelle selbstständig kühlen und somit den Juckreiz lindern.

Bei einem chronischen Kontaktekzem sollte eine zusätzliche Hautpflege berücksichtigt werden. Diese sollte im besten Falle ebenfalls mit dem Hautarzt besprochen werden, da nicht alle Pflegeprodukte unbedingt geeignet sind.

Ist die Therapie nicht ausreichend, so kann eine Medikamenteneinnahme in Tablettenform notwendig sein. Für diesen Fall kommen unterschiedliche Wirkstoffe wie z.B. Antihistaminika und Glukokortikoid kurzzeitig zum Einsatz.

Wie kann ich mich vor dem allergischen Kontaktekzem schützen?
Da der Auslöser vorher nicht bekannt ist, ist eine Vorbeugung so gut wie unmöglich. Für Personen, die bereits bestehende Allergien haben und generell empfindlicher sind, sollten Auslöser vermieden werden, die in der Vergangenheit bereits eine allergische Reaktion ausgelöst haben.

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Autor: Dr. med Alice Martin

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