Aktinische Keratose

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Die Aktinische Keratose betrifft einen Großteil der Bevölkerung im höheren Lebensalter und ist die häufigste Vorstufe des weißen Hautkrebses. Die Therapie und insbesondere die Prävention sind entscheidend für einen guten Behandlungserfolg. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Aktinische Keratosen

Definition

Die Aktinische Keratose ist eine Vorstufe des Weißen Hautkrebses (Plattenepithelcarcinom).
Sie zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen der Haut und Ursachen

Ursachen

Für die aktinische Keratose sind mehrere Ursachen sowie Risikofaktoren bekannt, darunter:

  • Chronische Belastung der Haut durch UV-Licht
  • Heller Hauttyp
  • Fortgeschrittenes Lebensalter
  • Erbliche Vorbelastung
  • Teerproduktion, bspw. bei Tabakrauchen
  • Einnahme von Immunsuppressiva (Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken)

Symptome

Die Aktinische Keratose äußert sich durch rötlich bis bräunliche Flecken und schuppiger, rauer Hornablagerung. Die aktinische Keratose begrenzt sich zunächst auf einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimeter. Im Laufe der Erkrankung kann es jedoch zum flächigen Zusammenwachsen der Keratosen kommen. Oftmals tritt die aktinische Keratose an sonnenexponierten Arealen (der Sonne zugängliche Hautstellen) auf. Diese sind vor allem die Handrücken, Ohrmuscheln, das Gesicht und vor allem die unbehaarte Kopfhaut bei männlichen Patienten. Schmerzen sind selten, häufig kommt es neben der Schuppung und Verkrustung zu kleinen Blutungen.

Quelle: Holmes, Foley, Freeman, Chong, 2007 - Australasian Journal of Dermatology

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Therapie

  • Kürettage: Abtragen der Oberfläche vereinzelter aktinischer Keratosen mittels eines scharfkantigen Löffels.
  • Kryotherapie: Aufsprühen von flüssigem Stickstoff auf die Krebs-Frühformen, sodass diese tiefgefrieren.
  • Ätzende Flüssigkeiten: Weniger ausgeprägte aktinische Keratosen werden mit ätzenden Substanzen betupft.
  • Lasertherapie: Ein abtragender Laser kommt hierbei zum Einsatz.
  • Photodynamische Therapie (PDT): Eine Kombination aus Creme- oder Gelauftrag und Lichtbehandlung wird insbesondere bei großflächigen Ausprägungen der Erkrankung eingesetzt. Die PDT erfolgt einmalig, wobei diese nach drei Monaten bei Nachbehandlungsbedarf wiederholt werden kann.
  • Retinoide und Diclofenac: Können als Salbe, Gel oder Creme aufgetragen werden. Allerdings benötigt der Patient Geduld, da ein Behandlungserfolg mehrere Monate dauern kann.
  • Imiquimod: Ist ebenfalls als Creme verfügbar und stimuliert die lokale Immunabwehr. Sie wirkt als „reinigende Entzündung“ und greift die Krebszellen, aber nicht die gesunde Haut an. Die Entzündung klingt nach einigen Wochen ab.
  • 5-Fluoruracil: Dieser Wirkstoff hemmt die Zellteilung und verursacht starke Entzündungen an den betroffenen Hautdefekten.
  • Ingenolmebutat: Ist eine pflanzliche Substanz, die aus Wolfmilch gewonnen wird. Sie ist als Gel verfügbar und ihre Behandlungsdauer ist recht kurz: zwei Tage an Extremitäten, drei Tage auf der Kopfhaut oder im Gesicht.

Wie bei vielen Erkrankungen gilt: Je früher die Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird, desto besser äußert sich dies im Therapieergebnis.

Prävention

Um der aktinischen Keratose effektiv vorzubeugen, sollte die UV-Licht-Exposition verringert werden. Damit gilt im Allgemeinen: Im Sommer zwischen 11.00 und 15.00 Uhr die direkte Sonneneinstrahlung meiden und Lichtschutz (Faktor 50) auftragen. Zudem sollte die Haut gut bedeckt werden.

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Autor: Dr. med. Alice Martin

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