Irritativ-toxische Dermatitis (toxische Kontaktdermatitis)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Die irritativ-toxische Dermatitis (oder toxische Kontaktdermatitis) bezeichnet eine nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Haut. Auslöser ist der Kontakt oder auch ein Umstand mit einer potenziell irritierenden und damit hautschädigenden Substanz. Typischerweise entstehen hierbei an den betroffenen Arealen eine Rötung; Juckreiz, eine Schuppung oder Schmerzen können vorliegen.

Definition

Was ist eine irritativ-toxische Dermatitis?

Die irritativ-toxische Dermatitis bezeichnet eine nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Haut. Auslöser ist der Kontakt oder auch ein Umstand (häufiges Händewaschen, Reibung der Kleidung oder Anderes) mit einer potenziell irritierenden und damit hautschädigenden Substanz. Typischerweise entstehen hierbei an den betroffenen Arealen eine Rötung; Juckreiz, eine Schuppung oder Schmerzen können vorliegen. Charakteristisch ist, dass die Symptome durch einen erneuten Kontakt zum Stoff/Umstand wiederholt auftreten und die Hauterscheinung in der Regel auf den Expositionsort (Ort des Kontaktes) begrenzt bleibt. Im Unterschied zu der allergischen Kontaktdermatitis wir die irritativ-toxische Dermatitis nicht durch eine vorherige Sensibilisierung ausgelöst, tritt lokal auf und neigt eher nicht – wie die allergische Kontaktdermatitis – zu einer streuenden Hautveränderung.

Häufig betroffene Stellen sind:

  • Hände (etwa 90%) und Füße 
  • Genitalbereich
  • Kopf- / Nackenregion

Ursache

Warum entsteht eine irritativ-toxische Dermatitis?

Akut toxisches Kontaktekzem:

Hautschädigend wirkende Stoffe oder Situationen, die zu einer Irritation der Haut führen, können sein:

  • Chemische Einflüsse: Chemikalien, Säuren oder Laugen
  • Physikalische Einflüsse: Wärme oder Kälte, UV-Strahlung oder mechanische Reize
  • Verschiedene Dämpfe oder Stäube sind möglich als Auslöser

Chronisch toxische Kontaktekzem:

Das chronisch toxische Kontaktekzem entsteht durch fortwährenden Kontakt mit normalerweise harmlosen Stoffen (Wasser, Seife, Desinfektionsmittel etc.). Die Haut wird entfettet, was die natürliche Hautbarriere zerstört. Hierdurch können Betroffene zusätzlich an einer Kontaktallergie erkranken, da Allergene leichte in die Haut dringen können. Das gleichzeitige Auftreten einer Kontaktallergie und einem toxischen Kontaktekzem nennt man Mischekzem.

Symptome

Wie zeigt sich das klinische Bild der Dermatitis?

Das betroffene Areal zeigt scharf begrenzte flächige und schuppige Rötung, gegebenenfalls eine Schuppung. Knötchen und Bläschen, die möglicherweise aufplatzen, nässen und verkrusten, können zusätzlich vorliegen. Betroffene haben Juckreiz, Schmerzen und / oder ein Brennen kann vorliegen. Nach längerem Verlauf wird die Haut trocken, gerötet, verdickt und weist Schuppungen oder Risse auf.

Es kann einen längeren Zeitraum dauern, bis sich die geschädigte Haut regeneriert hat und ihre normale Funktion wiedererlangt hat.

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Diagnose

Wie erfolgt die Diagnosenstellung?

Die Diagnose wird anhand der typischen Symptome und der Befragung zu den hautschädigenden Ursachen gestellt. Eine Kontaktallergie sollte bei wiederholtem Auftreten ausgeschlossen werden, indem nach Beschwerdeabklang ein Allergietest durchgeführt wird.

Therapie

Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es?

Therapeutisch wird eine kortisonhaltige Salbe angeraten. Bei nässendem Ausschlag wird eine wasserreiche Emulsion, bei trockenem Ausschlag ein fettreiches Kortisonpräparat verschrieben.

Bei starken Beschwerden können auch Kortison Tabletten verordnet werden. Ein starker Juckreiz ist mit Antihistaminika zu lindern. Zusätzlich sollte eine ausreichende Pflege der Haut erfolgen.

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Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Altmeyer, P. (2020, Januar 23). Kontaktdermatitis toxische. Abgerufen 26. Juli 2021, von https://www.altmeyers.org
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (2013, August 21), Leitlinie Kontaktekzem. Abgerufen 26. Juli 2021, von https://www.awmf.org