Basaliom (weißer Hautkrebs)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das Basaliom ist der häufigste weiße Hautkrebs des Menschen und tritt als hautfarbener, selten pigmentierter Knoten an der Haut auf. Es gibt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist immer eine vollständige Entfernung aller Tumorzellen. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann. In Deutschland beträgt die Häufigkeit etwa 170 Fälle pro 100.000 Einwohner, wobei die Erkrankungsrate - vermutlich durch verändertes Freizeitverhalten und höhere UV-Belastung - in den letzten Jahrzehnten zunehmend steigt (um ca. 5 % pro Jahr).

Definition

Was ist ein Basaliom bzw. weißer Hautkrebs?

Das Basaliom, Basalzellkarzinom oder umgangssprachlich „weißer Hautkrebs“ ist ein Hauttumor, der sich aus der Epidermis (oberste Hautzellen) und den Haarfollikeln entwickelt. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 60 Jahren. Das Basaliom tritt bevorzugt an Arealen auf, die viel UV-Strahlung ausgesetzt sind (Kopf-Halsbereich).

Ohne eine Therapie kann das Basaliom in umliegendes Gewebe einwachsen. Metastasen (Tochtergeschwulste) sind äußerst selten, sodass durch eine lokale Therapie aller Tumorzellen die Erkrankung als „geheilt“ gilt. Aus diesem Grund bezeichnen Mediziner den Tumor auch als „semi-maligne“ – das bedeutet soviel wie „halb gefährlich. Dennoch darf ein Basaliom nicht unterschätzt werden und benötigt umgehender hautärztlicher Behandlung, um Folgeschäden zu vermeiden.

Ursache

Was sind die Risikofaktoren für ein Basaliom?

Es gibt mehrere Faktoren, die für ein höheres Risiko des Basalioms sorgen.

Für ein erhöhtes Risiko bezüglich der Entstehung eines Basalioms gibt es drei Hauptursachen, die ein besonderes Risiko darstellen:

  • übermäßige UV-Belastung
  • erbliche Vorbelastung
  • heller Hauttyp

Vor allem sonnenexponierte Hautpartien (z.B. Kopf-Halsbereich, Handrücken und die Unterarme) sind besonders gefährdet. Es kann aber auch der Rumpf betroffen sein.

Wie sieht ein Basaliom aus?:

Ein Basaliom kann sich sehr vielgestaltig darstellen. Meist tritt es als kleiner, knotiger Tumor mit gelb-rötlicher Pigmentierung auf. Dabei ist es von einem perlschnurartigen Knötchen-Randsaum umgeben und besitzt oberflächliche feinste Blutäderchen. Häufig manifestiert es sich jedoch viel harmloser mit roten Flecken oder schuppigen Arealen und ist schwer zu erkennen. Ohne Therapie vergrößert sich das Basaliom und es können sich geschwulstartige Anteile, Blutungen und nässende Areale bilden.

Wie man Hautkrebs erkennen kann? Hier unser Dermanostic-Video mit Tipps & Tricks.

Therapie

Was macht man bei einem Basaliom?

Ziel jeder Behandlung ist die vollständige Entfernung aller Tumorzellen. Dadurch ist gewährleistet, dass das Basaliom nicht weiterwächst. Je nach Lokalisation und Ausprägung des Basalioms gibt es noch andere Therapiemöglichkeiten, eine Strahlentherapie, photodynamische Therapie, Vereisung oder Behandlung mit speziellen Wirkstoffen in Cremes. Das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten spielen eine Rolle bei der Auswahl der richtigen Therapie. Allerdings kann ohne OP nicht festgestellt werden, ob das Basaliom hundertprozentig entfernt worden ist, da keine feingewebliche Nachkontrolle durchgeführt werden kann. Deswegen sind die Rückfallquoten bei nichtoperativen Verfahren höher und es entstehen neue Basaliome, die dann als Rezidiv bezeichnet werden.

Trotzdem können in einigen Fällen auch nichtoperative Verfahren als alleinige Therapie zielführend sein. Hier werden oberflächlich zerstörende Verfahren angewandt:

  • Strahlentherapie
  • Kryotherapie (eine Kältebehandlung mit flüssigem Stickstoff)
  • Lasertherapie

Bei der Behandlung oberflächlicher, kleiner Basaliomen kann mit einer Creme (Wirkstoffe Imiquimod und 5-Flourouracil) behandelt werden.

Die Entscheidungsfindung zwischen operativem und nichtoperativem Verfahren soll im Austausch zwischen dem Hautarzt bzw. der Hautärztin und Patient erfolgen.nackte Frau hält sich mit beiden Händen an rechte Schulter und schaut rechts runter

Medikamentöse Therapie

Für Patienten mit sehr vielen oder inoperablen Basaliomen können Tabletten (mit den Wirkstoffen Vismedegib und Sonidegib) eine Option sein. Sie unterdrücken das Wachstum von Tumorzellen. Diese Wirkstoffe haben jedoch einige Nebenwirkungen, wie Muskelkrämpfe, Geschmacksstörungen und Haarausfall. Diese Entscheidung wird nach ausführlicher Aufklärung und in Rücksprache mit dem Patienten vom Hautarzt getroffen.

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Die Bilder in der unten ausgeführten Slideshow wurden von der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen zur Verfügung gestellt.

Verfasst von Dr. med. Alice Martin

Dr. med. Alice Martin ist Hautärztin in Weiterbildung und verantwortlich für die fachliche Redaktion bei dermanostic. Sie übernimmt die öffentliche Patientenkommunikation und schreibt medizinische Artikel.

Literatur und Einzelnachweise

  • Altmeyer, P. (2021, Februar 15). Basalzellkarzinom (Übersicht). Abgerufen 07. April 2021, von https://www.altmeyers.org
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (2020), Basalzellkarzinom der Haut. Abgerufen 07. April 2021, von https://www.awmf.org