Basaliom (weißer Hautkrebs)

Online-Hautarzt: Ursache, Symptome und Behandlung

Das Basaliom ist der häufigste weiße Hautkrebs des Menschen und tritt als hautfarbener, selten pigmentierter Knoten an der Haut auf. Es gibt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist immer eine vollständige Entfernung aller Tumorzellen. Wir erklären Ihnen, was diese Erkrankung bedeutet, wie sie entsteht und was man dagegen tun kann.

Dermanostic Hautlexikon | Basaliom (weißer Hautkrebs)

Definition

Das Basaliom, Basalzellkarzinom, oder umgangssprachlich „weißer Hautkrebs“ ist ein Hauttumor, der sich aus der Epidermis (oberste Hautzellen) und den Haarfollikeln entwickelt. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 60 Jahren. Das Basaliom tritt bevorzugt an Arealen auf, die viel UV-Licht ausgesetzt sind (Kopf-Halsbereich).

Ohne eine Therapie kann das Basaliom in umliegendes Gewebe einwachsen. Metastasen (Tochtergeschwulste) sind äußerst selten, sodass durch eine lokale Entfernung aller Tumorzellen die Erkrankung als „geheilt“ gilt. Aus diesem Grund bezeichnen Mediziner den Tumor auch als „semi-maligne“ – das bedeutet soviel wie „halb gefährlich). Dennoch darf ein Basaliom nicht unterschätzt werden und benötigt umgehender hautärztlicher Behandlung, um Folgeschäden zu vermeiden.

Ursache

Welche Risikofaktoren gibt es?

Für die Entstehung eines Basalioms gibt es drei Hauptursachen:

  • übermäßige UV-Belastung
  • erbliche Vorbelastung
  • heller Hauttyp

Vor allem sonnenexponierte Hautpartien (z.B. Kopf-Halsbereich, Handrücken und die Unterarme) sind besonders gefährdet.

Suchen Sie eine dermatologische Beratung?

Appstore Badge Playstore Badge

Symptome

Erscheinungsbild des Basalioms:

Ein Basaliom kann sich sehr vielgestaltig darstellen. Meist tritt es als kleiner, knotiger Tumor mit gelb-rötlicher Pigmentierung auf. Dabei ist es von einem perlschnurartigen Knötchen-Randsaum umgeben und besitzt oberflächliche feinste Blutäderchen. Häufig manifestiert es sich jedoch viel harmloser mit roten Flecken oder schuppigen Arealen und ist schwer zu erkennen. Ohne Therapie vergrößert sich das Basaliom und es können sich geschwulstartige Anteile, Blutungen und nässende Areale bilden.

Therapie

Ziel jeder Behandlung ist die vollständige Entfernung aller Tumorzellen. Dadurch ist gewährleistet, dass das Basaliom nicht weiter wächst. Je nach Lokalisation und Ausprägung des Basalioms gibt es noch andere Therapiemöglichkeiten, eine Strahlentherapie, Vereisung oder Behandlung mit speziellen Wirkstoffen in Cremes. Das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten spielen eine Rolle bei der Auswahl der richtigen Therapie. Allerdings kann ohne OP nicht festgestellt werden, ob das Basaliom hundertprozentig entfernt worden ist, da keine feingewebliche Nachkontrolle durchgeführt werden kann. Deswegen sind die Rückfallquoten bei nichtoperativen Verfahren höher und es entstehen neue Basaliome, die dann als Rezidiv bezeichnet werden.

Trotzdem können in einigen Fällen auch nichtoperative Verfahren zielführend sein. Hier werden oberflächlich zerstörende Verfahren angewandt:

  • Strahlentherapie
  • Kryotherapie (eine Kältebehandlung mit flüssigem Stickstoff)
  • Lastertherapie

Bei kleinen, oberflächlichen Basaliomen kann mit einer Creme (Wirkstoffe Imiquod und 5-Flourouracil) behandelt werden.

Die Entscheidungsfindung zwischen operativem und nichtoperativem Verfahren soll im Austausch zwischen Arzt und Patient erfolgen.

Medikamentöse Therapie

Für Patienten mit sehr vielen oder inoperablen Basaliomen können Tabletten (mit den Wirkstoffen Vismedegib und Sonidegib) eine Option sein. Sie unterdrücken das Wachstum von Tumorzellen. Diese Wirkstoffe haben jedoch einige Nebenwirkungen, wie Muskelkrämpfe, Geschmacksstörungen und Haarausfall. Diese Entscheidung wird nach ausführlicher Aufklärung und in Rücksprache mit dem Patienten vom Hautarzt getroffen.

Sie haben eine Hautveränderung? Mit DERMANOSTIC können Sie sofort einen Hautarzt per App kontaktieren – Ihnen wird innerhalb von 24 Stunden geholfen.

Autor: Dr. med. Alice Martin