Machine Learning

Maschinelles Lernen als Teil von künstlicher Intelligenz
Deine Haut braucht schnelle Hilfe?
In 5 Minuten online zur Hautarzt-Diagnose.
Porträt von Dr. med. Vasiliki Herold-VlantiPorträt von Dr. med. Thorsten Hromatke

25+ Erfahrene Dermatologen

Diagnose erhalten

Was ist Maschinelles Lernen?

Unter Maschinellem Lernen (Machine Learning) ist der Erwerb neuen Wissens zu verstehen, der durch ein künstliches System entsteht. Der Computer generiert analog – wie ein Mensch – selbstständig Wissen aus Erfahrung und kann eigenständig Lösungen für neue und unbekannte Probleme finden.

Der Begriff „Maschinelles Lernen“ ist als ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) (Engl.: Artificial Inteligence (AI)) einzuordnen, die Maschinen dazu befähigt, Aufgaben „intelligent“ auszuführen.[1]

Ein anverwandter Bereich und außerdem ein Teil der Künstlichen Intelligenz ist das Deep Learning. Deep-Learning Modelle sind in der Lage von sich aus zu lernen. Die Analyse wird im Vergleich zum Machine Learning der Maschine ohne Eingriff des Menschen vorgenommen.

Ein Computersystem soll mit großen Datenmengen gefüttert und nach einer Struktur suchen. Es werden Gesetzmäßigkeiten abgebildet, bei denen sich die Ergebnisse am Wissen von Experten oder an Naturgesetzen orientieren.[2]

Es gibt Regeln für die Analyse des Datenbestandes und das Erkennen der Muster. Sind passende Daten gesammelt und Regeln definiert, können Systeme maschinellen Lernens:

  • für das Thema relevante Daten finden, extrahieren und zusammenfassen
  • Vorhersagen aufgrund dieser Daten treffen
  • Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Ergebnisse berechnen
  • sich selbstverständlich an Entwicklungen anpassen und erkannte Muster optimieren [3]

Nach der Beendigung einer Lernphase können die Erkenntnisse verallgemeinert werden. Die Lernsoftware wird danach wieder durch den Programmierer angepasst und optimiert. So kann das Modell mit jedem neuen Datensatz präzisiert werden.

Maschine Learning, KI, AI, Künstliche Intelligenz, Digital Health

Formen des Maschinellen Lernens

Es gibt vier verschiedene Formen des maschinellen Lernens, die jeweils verschiedene algorithmische Techniken verwenden, die abhängig von der Art der Daten und dem gewünschten Ergebnis angewendet werden: das Überwachte Lernen (Supervised Learning), das Unüberwachte Lernen (Unsupervised Learning), das Teilüberwachte Lernen (Semi-supervised Machine Learning) und das Bestärkende Lernen (Reinforcement Learning).

  • Überwachtes Lernen

Beim überwachten Lernen lernt die Maschine anhand von Beispielen. Überwachte Lernmodelle bestehen aus Ein- und Ausgaben, also „Input“- und „Output“-Datenpaaren. Angenommen, das Ziel besteht darin, dass die Maschine den Unterschied zwischen zwei Hunderassen erkennt. Ein binäres Input-Datenpaar enthält Bilder beider Hunderassen. Das gewünschte Ergebnis für die eine Hunderasse wird hier bereits als das richtige Ergebnis identifiziert. Über einen Algorithmus sammelt das System im Laufe der Zeit all diese Trainingsdaten und beginnt mit der Ermittlung von Ähnlichkeiten und Unterschieden und anderen logischen Verknüpfungen – bis es die Antworten auf die Bestimmung der Hunderasse selbst ermitteln kann.

  • Unüberwachtes Lernen

Die Maschine untersucht beim unüberwachten Lernen Eingabedaten – von denen viele unbeschriftet und unstrukturiert sind – und beginnt unter Verwendung aller relevanten, zugänglichen Daten mit der Erkennung von Mustern und Korrelationen. Die Maschine agiert ähnlich dem menschlichen Gehirn bzw. der menschlichen Intelligenz, auch sie nutzt Intuition und Erfahrung, um Dinge zusammenzufassen. Je mehr „Erfahrungen“ sie bekommt, desto genauer wird die Fähigkeit zu kategorisieren und zu identifizieren.

  • Teilüberwachtes Lernen

Das teilüberwachte Lernen wird als Lösung für riesige Mengen an unbeschrifteten und unstrukturierten Daten angewendet. Kleine Mengen von beschrifteten Daten werden eingegeben, um Daten ohne Bezeichnung „aufzuwerten“. Diese beschrifteten Daten dienen als Starthilfe für das System und können die Lerngeschwindigkeit und Genauigkeit erheblich verbessern.

  • Bestärkendes Lernen

Das Modell für das bestärkende Lernen ermöglicht das Lernen anhand von Beispielen. Dazu werden dem Programm zulässige Aktionen, Regeln und potenzielle Endzustände vorgegeben. In Fällen, in denen das gewünschte Ergebnis veränderbar ist, muss das System jedoch durch Erfahrung und „Belohnung“ lernen. Bei den Modellen für bestärkendes Lernen ist die „Belohnung“ numerisch. Sie ist im Algorithmus als etwas programmiert, das das System „erfassen“ möchte. [4]

Deine Haut braucht schnelle Hilfe?
In 5 Minuten online zur Hautarzt-Diagnose.
Porträt von Dr. med. Vasiliki Herold-VlantiPorträt von Dr. med. Thorsten Hromatke

25+ Erfahrene Dermatologen

Diagnose erhalten

Bedeutung von maschinellem Lernen in der Medizin

Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von künstlicher Intelligenz und somit auch von maschinellem Lernen transformiert wird. Auch in der Medizin spielt die Künstliche Intelligenz und somit auch das Maschinelle Lernen eine wichtige Rolle.

Durch Maschinelles Lernen soll die Künstliche Intelligenz dazu trainiert werden, Bildaufnahmen und klinische Daten von Patienten zu analysieren. Mit der Nutzung von KI-Technologien wird sich die Arzt-Patienten-Konsultation verändern. Mit großen Mengen medizinischer Daten können Krankheiten besser erkannt und verstanden werden. Das betrifft vor allem auch den Bereich der Krebsdiagnostik.

*In diesem Text haben wir aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Hiermit möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir uns damit gleichermaßen auf männliche, weibliche und andere Geschlechteridentitäten beziehen.

Inhalt

Verfasst von
Laura Siebertz
Porträt Laura
Laura Siebertz leitet die Presseabteilung von dermanostic und ist verantwortlich für die Fachredaktion der Rubrik Digital Health auf dem Unternehmensblog.

Das könnte Dich auch interessieren!

Leitlinien der Teledermatologie

Leitlinien spielen eine wichtige Rolle in der Medizin. Sie dienen dazu, Ärzten und Ärztinnen eine Empfehlung für die Versorgung von Patient*innen zu geben, um eine hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten und Versorgungsstrukturen zu optimieren.

Kann eine digitale Behandlung per App den Hautarztbesuch ersetzen?

In den letzten Jahren sind telemedizinische Behandlungen immer populärer geworden. Auch in Deutschland etabliert sich diese Behandlungsmöglichkeit zunehmend.

Digitale Wissenschaftskommunikation: Die Verbreitung von Wissen in der Gesellschaft

Wissenschaftskommunikation umfasst alle Arten der Kommunikation von wissenschaftlichen Inhalten und wissenschaftlicher Arbeit. Was die Digitalisierung für die Wissenschaftskommunikation bedeutet, welche Vor- und Nachteile es gibt, erfahren Sie hier!

Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Teledermatologie

Schon vor dem Ausbruch von SARS-Covid-19 hat es in Deutschland keine flächendeckende dermatologische Versorgung gegeben. Lange Wartezeiten von mehreren Monaten auf einen Termin beim Hautarzt/ bei der Hautärztin sind keine Seltenheit.

Chancen und Grenzen der digitalen Arzt-Patienten-Kommunikation

Was sind die Herausforderungen der Arzt-Patienten-Kommunikation? Wie funktioniert dieser Austausch im Digitalen? Ein Interview mit Dr. med. Alice Martin, dermanostic-Mitgründerin und Kommunikationsexpertin.

Gesundheitsanwendungen: Ein Einblick in die Welt der DiGA und digitalen Plattformen

Dr. Alexandra Heidel von der CompuGroup Medical teilt mit uns ihre Expertise im Bereich digitale Gesundheitsanwendungen. Außerdem erklärt sie uns den Vorteil von Gesundheitsplattformen und gibt uns einen Ausblick auf die Rolle von DiGA und DiPA in 30 Jahren.

E-Health

Der Begriff E-Health (auch: eHealth geschrieben) leitet sich von dem englischen Begriff „electronic Health“ ab. Unter diesem Sammelbegriff werden Anwendungen zusammengefasst, die mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die Behandlung und die Betreuung von Erkrankten unterstützen.

Telematikinfrastruktur

Die Telematikinfrastruktur (TI) bezeichnet die Infrastruktur - also die technische Grundausstattung - für alle medizinischen Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen. Sie kann auch als die „Datenautobahn des Gesundheitswesens“ bezeichnet werden.

Deep Learning

Deep Learning ist ein Teilgebiet des maschinellen Lernens, welches sich auf künstliche neuronale Netze und große Datenmengen fokussiert. Deep Learning wird dazu genutzt, Bilder zu erkennen, Texte zu verstehen und Entscheidungen genauer treffen zu können.

Was ist das Digitale-Versorgung-Gesetz?

Das DVG gehört zu den Gesetzen, das die Digitalisierung des Gesundheitswesens entscheidend beeinflusst. Es gilt als Unterstützer digitaler Innovationen und schafft eine Rechtsgrundlage für die Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen.

Lust auf mehr?

Jetzt exklusiv in unserem Newsletter:
Expertentipps
Hilfreiches Hautwissen
Exklusive Angebote
Wilkommens-Gutschein